Die gemeinsame Geschichte des SC Preußen Münster und Jakob Korte setzt sich fort: Die Adlerträger haben den zum Saisonende auslaufenden Vertrag des Eigengewächses am Montag vorzeitig verlängert. Gleichzeitig wird der Mittelfeldmann für die Rückrunde an den FC Gütersloh verliehen. Beim aktuellen Viertplatzierten der Regionalliga West soll Korte, der in der laufenden Spielzeit nach langer Verletzungspause vor allem in der Oberliga zum Einsatz kam, wichtige Spielpraxis sammeln und zu alter Stärke finden.
„Jakob ist hier beim SC Preußen groß geworden. Er ist sehr professionell und verfolgt ehrgeizig seine Ziele. Dabei bringt er sich auf und neben dem Trainingsplatz sehr gut in unsere Gruppe ein. Durch seine Verletzungspause im Sommer wurde Jakob zurückgeworfen, dennoch möchten wir ihn weiterhin gezielt fördern und ihm die nächsten Entwicklungsschritte ermöglichen”, erklärt Jan Uphues. Der Sportdirektor sieht in dem Leihgeschäft zudem eine gute Möglichkeit für den 22-Jährigen, sein Potenzial weiter zu entfalten: „Für seine persönliche Entwicklung ist Spielzeit auf höchstmöglichem Wettbewerbsniveau sehr wichtig. Da wir Jakob diese Einsätze aktuell nicht in ausreichendem Maße bieten können, haben wir uns gemeinsam mit ihm auf eine Leihe bis zum Saisonende verständigt. Wir werden ihn während seiner Zeit in Gütersloh eng begleiten und sind überzeugt, dass er diese Phase sowohl für sich als auch für seine Mannschaft gut nutzen wird.”
Korte selbst blickt der neuen Aufgabe ebenfalls positiv entgegen: „Am Ende ist Spielpraxis das Wichtigste für mich, um wieder Wettkampfhärte auf hohem Niveau zu bekommen. Ich denke, wir haben da eine gute Lösung gefunden, und ich freue mich darauf, nach der Leihe mit neuen Erfahrungen in mein elftes Jahr beim SC Preußen zu gehen.” In der Rückserie 2025 wurde Korte schon einmal verliehen: Damals setzte der Mittelfeldmann seine positive Entwicklung beim VfB Lübeck in der Regionalliga Nord fort (zehn Einsätze, ein Tor) – ehe ihn eine Schambein-Entzündung ausbremste. „Das waren keine einfachen Monate“, blickt Korte zurück. Umso größer ist nun die Freude über das erneute Vertrauen seines Heimatvereins: „Ich bin sehr dankbar für die Chance, die der Verein mir gibt. Ich denke, dass dies auch eine Wertschätzung der harten Arbeit ist, die ich sowohl in der verletzungsbedingten Pause als auch zuletzt auf dem Platz investiert habe“, so Korte.
Der gebürtige Münsteraner wechselte 2016 in die Jugend des SCP, durchlief seit der U14 alle Nachwuchsmannschaften und unterschrieb nach zwei Jahren in der U23 seinen ersten Profivertrag. Ein Musterspiel für den Preußenweg, wonach bei den Adlerträgern junge Talente behutsam an die erste Mannschaft herangeführt werden – wie es zuvor bereits bei Jano ter Horst der Fall war. Am 27. Oktober 2024 folgte das Pflichtspieldebüt beim 1:1-Auswärtsspiel in Braunschweig. Für das Eigengewächs ging damit ein Traum in Erfüllung, der sich nach einem Zwischenschritt in Gütersloh fortsetzen soll.